Yogeshwar: 'Friss oder stirb'-Kundenservice hat in der Web 2.0-Welt ausgedient - Deutschen Firmen fehlt das Google-Gen!
Nürnberg - Ranga Yogeshwar www.yogeshwar.de eröffnet als Hauptredner den Fachkongress der Voice Days plus 2009 www.voicedays.com am 6. Oktober 2009 in Nürnberg. „Der Umgang mit dem Neuen“ ist das Thama des bekannten Wissenschaftsjournalisten mit Fernsehsendungen wie „Kopfball“ oder „Wissen vor 8“. Die Innovationen der Web 2.0-Welt haben nach Ansicht von Yogeshwar zu einer tiefgreifenden Veränderungen des Kundenservice. Früher setzte das Unternehmen setzte dem Kunden ein Produkt vor und der Kunde hatte keine andere Wahl, als dieses Produkt zu akzeptieren oder eben nicht zu akzeptieren, ganz nach dem Motto: „Friss oder stirb!“
„Mit dem Web 2.0 und vergleichbaren Technologien wurde die ganze Entwicklung quasi auf den Kopf gestellt. Heute ist der Kunde zum besten Entwickler des Unternehmens geworden. Der Kunde selbst hat sehr viel mehr an Einfluss gewonnen, denn er hat viel besseren Zugang zu Informationen“, so Yogeshwar. Verbraucher haben klare Erwartungen an Dienstleistungen und viel mehr Möglichkeiten zum gnadenlosen Vergleich. „Durch das Web 2.0 ist ein immenser Druck auf die Unternehmen entstanden: Sie erleben ein Dauer-Benchmarking“, erläutert der Wissenschaftsjournalist. Kunden würden sich untereinander dezentral austauschen ohne Rücksicht auf interne hierarchische Positionen. „Bei einem Unternehmen mit starren und hierarchischen Strukturen ist das anders: Sie werden keinen Unternehmenslenker finden, der direktes Feedback von einem seiner Mitarbeiter erhält, der in der Hierarchieleiter ganz unten steht. Er bekommt also nie Feedback von jemandem, der nah am Kunden arbeitet. Und das führt unter Umständen dazu, dass Unternehmen sich schwer tun, ein gutes Gespür für den Kunden zu entwickeln, wenn es um strategische oder längerfristige Entscheidungen geht“, sagt Yogeshwar.
Häufig sei der Kundenservice vom Kunden genervt und möchte sich eigentlich gar nicht mit ihm auseinandersetzen. „Das lässt sich vor allem auf die Art und Weise zurückführen, wie Unternehmen mit ihren Kunden in Kontakt treten. Provokant könnte man sagen: ‚mit der telefonischen Warteschleife’. Nach außen ist die Rede von einer 24/7-Erreichbarkeit und persönlichem Rundumservice, in Wahrheit aber wird der Kunde oft enttäuscht. Und obwohl die technologischen Möglichkeiten vorhanden sind, wird kaum differenziert, ob es sich um einen Erstkunden oder einen Wiederholungstäter handelt. Die Möglichkeiten eines personalisierten Services werden kaum wahrgenommen“, kritisiert der Fernsehmoderator.
Er habe mal einen wunderbaren Tag mit Alan Kay, dem Chefentwickler von Apple, verbracht. „Er hat mir einfach noch mal im Detail erklärt, wie Apples Planung und Entwicklung neuer Produkte aussieht: Im Vordergrund steht nicht, was technologisch möglich ist, sondern was der Kunde wirklich braucht und was nicht. Erst wenn die genauen Bedürfnisse des Kunden, seine Verhaltensmuster aber auch seine Skepsis Neuem gegenüber und seine Verunsicherungen analysiert sind, werden die übrigen Entwicklungsprozesse angestoßen. Das ist etwas, was vielfach extrem verbesserungswürdig ist. Vorausschauend für mich ist: Technologie immer im Hinterkopf zu behalten, aber im Kern wirklich genau auf den Kunden zu schauen“, rät Yogeshwar.
Zu einer ähnlichen Auffassung gelangt der Internet-Experte Sebastian Paulke von der Agentur Wort + Welt. „Im Kundenservice, in der Produktgestaltung oder beim Verkauf benötigt man ‚Open Innovation-Modelle’. Von einer Google- oder Share-Economy sind die deutschen Firmen noch Lichtjahre entfernt. Die großen Konzerne werden nach wie vor geführt wie in den guten alten Zeiten des Industriekapitalismus. Freiräume für kreative Köpfe und smarte Dienstleister bestehen kaum. Man konzentriert sich eher auf die Erfassung von Arbeitszeiten, definiert ständig neue Abteilungsgrenzen, enge Aufgabengebiete und blockiert Netzwerkeffekte. Wo sind denn bei uns im Lande die offenen Plattformen, wo sich Entwickler austoben könnten wie bei Google oder Apple? Da findet man nichts vernünftiges. Deutschen Firmen fehlt das Google-Gen“, kritisiert Paulke, Co-Autor der Studie „Kollaborieren oder Kollabieren“ www.team-collaboration.net.
MaFo aktuell: Social Media Monitoring im Fußball-WM 2010-Praxistest
...powered by Alterians SMM-Dienst SM2 analysiert Sebastian Paulke in loser Folge die Fußball-WM 2010 - wie sie im Social Web stattfindet:
+ zur Alterian SM2-WM2010 Serie
+ Teil 1: SMM-Report - Wer ist der beste Torschütze im Land?
+ Teil 2: Deutsche Fans Weltmeister im online-Support
+ Teil 3: Fußballfans wollen Torkameras
+ Teil 4: Schweinsteiger König der Fan-Herzen
W+W realisiert neue www.First-Funds.de
Anläßlich der Integration der neuen Photovoltaics-Tochter realisierte W+W das neue Web der First Funds Group aus Düsseldorf.
W+W textet www.stark-it.de
Neu aus der W+W-Redaktion:
NEU: PONGS interior design - Konzept und Texte by W+W
Lassen auch Sie sich inspirieren von den atemberaubenden PONGS-Lösungen für den Innenraum:
W+W - Whitepaper: 7 Gründe für Corporate SMM
Lernen Sie die Methoden, Möglichkeiten und Vorteile von Social Media Monitoring-Technologien anhand des Alterian SM2-Tools hier kennen:
W+W realisiert neue www.mt-ag.com
In nur drei Monaten von Kick-off bis Launch konzipierte, realisierte und launchte W+W die neue online-Datenbankanwendung des Ratinger IT-Beratungshauses MT AG.
W+W realisiert neue www.TPStechnology.com
W+W realisiert neue www.PONGS.de
Für den Relaunch der Webseiten von PONGS, Weltmarktführer für Dekostoffe, Digital-Sonderdrucke und -Druckträgermaterialien entwickelte Wort+Welt die Texte für gut 220 Seiten. Besondere Herausforderung: Über 800 Produktgruppen in bis zu je 10 Varietäten und jede Menge Druck-HighTech mussten kundengerecht dargestellt werden. Launch der neuen Webseiten des Borkener Mittelständlers war im April 2009.
W+W - Studie: Kollaborieren oder Kollabieren? Team Collaboration in der Enterprise 2.0
Für die Unternehmens-beratung mind Business Consultants hat Sebastian Paulke von Wort+Welt neueste Marktstudie zum Thema Enterprise Team Collaboration 2.0 (ETC) verfasst - eine tiefe Einführung ins Thema, empirische Managerbefragung und Analyse der Potenziale der aus dem Social- und dem Web 2.0 stammenden neuen ETC-Lösungen. Die Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden:
W+W launcht Infoportal www.team-collaboration.net
ETC ist Querschnittsthema und "Grundnahrungsmittel" der Wissensmärkte. Was die 1- und 2.0-Generation erst ermöglicht hat, wird nun zum Fluch und frißt die gewonnene Office-Produktivität oft mehr als nur auf.
W+W realisiert www.myEventmusic.de
In nur 4 Tagen (!) konzipierte, realisierte und publizierte Wort+Welt die neue Webseite der Agentur www.myEventmusic.de pünktlich zur Adam & Eva-Awards-Verleihung!










